Skygofree – Spionagesoftware für WhatsApp

Die Nutzung sozialer Medien liegt auch im Interesse des Staates, insbesondere dann wenn er über diese Spionagesoftware wann und wo auch immer direkt alles überwachen kann. Diese Software ist bereits seit 2014 aktiv und hat über 48 verschiedene Funktionen – also zum Beispiel Mithören (Micro einschalten) wo immer man dies möchte, Bilder aufnehmen durch das aktivieren der Kamera usw.

Kaspersky Lab hat mit der Spyware ‚Skygofree‘ ein sehr fortschrittliches mobiles Implantat entdeckt. Die Android-Spionage-Malware ist seit dem Jahr 2014 aktiv und wurde für zielgerichtete Cyberüberwachung entwickelt, möglicherweise auch für offensive Cyberoperationen. 

https://www.it-daily.net/it-sicherheit/mobile-security/17714-skygofree-hochentwickelte-spyware-seit-2014-aktiv

Skygofree ist offenbar ein typischer Staatstrojaner: kein Instrument zur Massenüberwachung, sondern geeignet für den gezielten Einsatz gegen einzelne Verdächtige.

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/whatsapp-spionagesoftware-skygofree-umgeht-verschluesselung-a-1188210.html

Genutzt wird eine so genannte API Schnittstelle mit der einfach alle sicherheitsrelevanten Wege umgangen werden können.

Wer technisch versiert und der englischen Sprache mächtig ist sollte sich unbedingt hier informieren und geeignete Schutzmaßnahmen einleiten:

https://securelist.com/skygofree-following-in-the-footsteps-of-hackingteam/83603/

https://cdn.securelist.com/files/2018/01/Skygofree_appendix_eng.pdf

 

2 Gedanken zu „Skygofree – Spionagesoftware für WhatsApp

  • Netti
    17. Januar 2018 um 07:29
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    Pragmatiker, wie du weißt ist das Gimis und dein „Hoheitsgebiet“ :) und so frage ich mal ganz dumm, Dampfbetriebene und mit mechanischen Schaltgetrieben ausgestattete Handys sollen dagegen Immun sein, stimmt das? An sich zeigt das Thema nur wieder auf, dass man die neue Technik Seitens staatlicher Institutionen auch sehr gut zu Missbrauchen weiß. Ob das mit dem GG in Einklag steht wage ich sehr zu bezweifel! Kaspersky als Virenschutz räumt ja regelmäßig in den Wertungen Spitzenplätze ab bei den Erkennungswerten und soll im Gegensatz zu vielen Pendants nicht so Ressourcen hungrig sein. Dann hört mein Grundwissen dazu aber schon auf… .).

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    • Pragmatiker
      17. Januar 2018 um 23:00
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      Halo Netti – ich stelle mir gerade vor wie so ein dampfbetriebenes oder mit mechanischen Schaltgetrieben ausgestattetes Handy aussehen mag … ;-)
      Aber ja – genau die neuen hochmodernen und begehrten Smartphones (in Deutschland letztes Jahr einen Nutzeranteil von 81% haltend) sind prädestiniert für solche Angriffe. Zu viele Funktionen locken ja geradezu ein diese auch nutzen zu können. Ganz besonders interessieren sich gewisse Behörden für diese Möglichkeiten – Verbraucher- oder Datenschutz scheinen nebensächlich zu sein.
      „Ich habe ja nichts zu verbergen“ ist oft zu lesen und zu hören – das kann aber nicht zum Allgemeinzustand werden!

      Antwort

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