Sozialdemokratischer Neuanfang a´la Schulz – Annäherung an Wirtschaft und mit alten Rezepten gegen drängende Probleme

Leider schalteten die  öffentlichen Sender um ehe Schulz vor der Industrie- und Handelskammer seinen Neuanfang präzisieren konnte. So waren seine Ausführungen über den Neuanfang nur wenigen Ohren zugänglich. Eine Koalition ist für ihn nur als proeuropäisch und mit ökonomischer Vernunft vorstellbar. Daher beläßt er es auch dabei wieder eine paritäische Krankenversicherung und eine Beitragsfreiheit von der Kita bis zum Meisterbrief zu fordern.

Aber da klatschte keiner, da hatte er doch das falsche Publikum gewählt. Denen war auch das zuviel.

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) hat SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz vor dem Versprechen sozialer Wohltaten im Bundestagswahlkampf gewarnt.

https://de.nachrichten.yahoo.com/wirtschaft-warnt-schulz-versprechen-sozialer-wohltaten-071758895.html

Von der grassierenden Ungleichheit war er sehr betroffen, von einer Umverteilung zur Behebung derer redete er aber nicht. Von sozialer Gerechtigkeit hatte er auch recht seltsame Vorstellungen. Und das die SPD die letzte echte Industriepartei sei dürfte auch nur in diesem Forum Beifall gefunden haben. Natürlich durfte er in diesem Kreis auch CETA loben und den deutschen Exportüberschuß verteidigen.

Für den Rest des Volkes hatte man währenddessen nur eine Rede der Kanzlerin zur Wahl in Schleswig-Holstein und die Vorstellung des Buches “ Neuvermessungen “ von Gabriel. Das reichte für die breite Masse auch aus.

https://www.jungewelt.de/artikel/310389.schulz-alle-mal-wegh%C3%B6ren.html

https://www.welt.de/wirtschaft/article164383098/Mit-diesem-Rezept-will-Martin-Schulz-alle-Probleme-loesen.html

http://www.focus.de/politik/deutschland/inhaltliche-offensive-spd-chef-schulz-sucht-die-annaeherung-an-die-wirtschaft-bleibt-aber-mutlos_id_7101593.html

 

Ein Gedanke zu „Sozialdemokratischer Neuanfang a´la Schulz – Annäherung an Wirtschaft und mit alten Rezepten gegen drängende Probleme

  • Netti
    10. Mai 2017 um 20:57
    Permalink

    Ach nee, die Deutsche Industrie warnt vor „sozialen Wohltaten “ fürs Stimmvieh?! Na wer transferiert denn Milliarden Gewinne ins Ausland? Wer zahlt nur geringe bis keine Steuern – je nach Firmensitz des Unternehmens? Wer mach Verluste in Deutschland geltend – die ach so armen Industrieunternehmen.
    Wer weigert sich Fachkräfte Auszubilden (wegen der so hohen Kosten ) ?Wer jammert dann über Fachkräftemangel – schickt aber alte Mitarbeiter oft vorzeitig in Rente und stellt statt dessen billigst Lohnsklaven ein – für noch größere Gewinnmaximierung ? Wer möchte nicht mehr Beiträge in Sozialkassen bezahlen – schafft Betriebsrenten ab weil ja soooo teuer ? Die jetzigen Großkonzerne – wer es ausbaden muss ist der kleine Subunternehmer, der Mittelstand – der nicht „Auslagern“ kann wie die Großkonkurrenz! Wem ist der geringe Deutsche Mindestlohn noch zu teuer? Wer lässt sich seine Lohnarbeitersklaven doch gleich von unseren Steuern subventionieren ? Und Schulz, mal ehrlich was kann man von einem erwarten der NUR konkret geschafft hat dabei zuzusehen, wie hunderte von Milliarden nach Luxemburg „umgeleitet“ wurden, oder seinen Kumpels nette Pöstchen zuzuschieben? Schulz redet von „Gerechtigkeit“, siehe was er so noch alles auf dem Kerbholz weiß der doch schon lange das Gerechtigkeit immer Ungerechtigkeit ist als Basis und Widerspruch in der kapitalistischen Gesellschaftsordnung! Deshalb kann er seine „Gerechtigkeit“ auch nicht konkret definieren. Hoffentlich begreifen das unsere CDU/FDP und SPD Wähler endlich mal, sie werden weiterhin prima veralbert solange sie nicht mal endlich ihr Hirn selber einschalten und sich als Beifallklatscher von den etablierten Parteienpopulisten gefallen!

    Antwort

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.