Spur in die Neonaziszene?

Foto: Jens Wolf/dpa-Bildfunk

 

Hinweise auf mögliche Täter im Fall Oury Jalloh: Initiative will Behörden mit Petition zum Ermitteln bringen

Tatsächlich gab es Hinweise auf mögliche Täter. Wie jW erfuhr, beteuerten mindestens zwei Personen gegenüber Dritten, den oder einen der mutmaßlichen Brandleger zu kennen. Eine Spur führt zu einem Polizisten, der früher in einem Chemiewerk gearbeitet haben soll und bei der Feuerwehr war. Die zweite Fährte geht in eine Diensthundführerschule – und, laut Hinweisgeber, ins Neonazimilieu: Der vermutete Täter sei Anfang 2005 von der Polizeispitze in ein anderes Revier versetzt worden. Dass dort damals ein Beamter neu eingestellt worden sei, den Kollegen als Neonazi eingeschätzt hätten, behauptet eine weitere Quelle. Beide Hinweisgeber deuteten an, dass es mehrere Beteiligte gebe. Gewiss ist: Die Dessauer Staatsanwälte sind darüber informiert.

http://www.jungewelt.de/2015/04-04/010.php

Es soll ja Hunde geben die zur Jagd getragen werden müssen. Nur was soll man mit der Staatsanwaltschaft machen? :???: :cry:

 

0 Gedanken zu „Spur in die Neonaziszene?

  • 4. April 2015 um 21:10
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    Wenn es da in Sachsen-Anhalt lautet: In Sachsen-Anhalt werde der Begriff »Mordkommission« nicht verwendet. Ermittlungsgruppen würden nur bei Serienstraftaten tätig, Sonderkommissionen kämen in Betracht, »wenn der Aufwand über die personellen, organisatorischen und materiellen Möglichkeiten der Sachbearbeitung hinausgeht«. Im Fall Jalloh hätten Polizei und Staatsanwaltschaft dafür keinen Anlass gesehen, so das Ministerium.
    So kommt mir der Gedanke es handele sich auch nach über 25 Jahens nach der Beitrittsvereinigung noch um ein unterentwickeltes Bundesland. In Rechtsstattlicher Hinsicht weist das Bundesland Sachsen-Anhalt faktisch rechttsstaatliche Defizite in der Ausbildung seiner Juristen des richterlichen Dienstes in der Staatsanwaltschaft und Polizei auf. Ein Armutszeugnis der besonderen Art also, dass es trotz der Miiliarden aus dem Solidaritätsbeitrag nicht möglich gewesen sein soll hinreichend qualifiziertes Personal zu finden?
    Der Verfall des Privatvermögens sämtlicher Staatbedienster von Polizei und Justiz wegen offensichtlicher Zweckverfehlung der gezahlten Bezüge und gewährten Darlehen für die damit als untauglich bewerteten Dienstleistungen erscheint mir als hinreichende Würdigung dieses systematischen Versagens als angemessen. Unvermögen führt nunmal zur Ablösung und zum Verfall. die Staatsverschuldung ist zu hoch, um offenkundiges Versagen zu fördern.

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