Umfrage in Sachsen: „Leipziger vertrauen der Demokratie und haben weniger Angst vor dem Islam“

Man sollte statt solcher obigen Meldung lieber hervorheben wie viele kein Vertrauen mehr in die „Demokratie“ haben aber dazu nach der allge, Info.

Wissenschaftlich begleitet wurde die repräsentative Umfrage, geführt unter eintausend zufällig ausgewählten Sachsen, durch Gert Pickel (54), Professor für Soziologie an der Theologischen Fakultät der Universität Leipzig.

Diese Passage ist sehr erhellend in Bezug auf so manche/r Bequemlichkeit in Bezug auf eigenes Gehirn einschalten:

27 Prozent der Befragten meinen in der Sächsischen Schweiz auch, „Es ist das Beste, einen starken Führer zu haben, der sich nicht um Parlament und Wahlen kümmern muss und Dinge schnell entscheiden kann.“

http://www.lvz.de/Leipzig/Lokales/Leipziger-vertrauen-der-Demokratie-und-haben-weniger-Angst-vor-dem-Islam

Es empfiehlt sich den Artikel vollständig zu lesen und kaum einer wird sich z. B. wundern über die Skepsis/ Vertrauensverlust in solch Höher den amtierenden Politikern gegenüber.

Wie man in den Lersermeinungen auch lesen kann, viele Leute verstehen nicht, was Demokratie ist. Wenn ein Staat keine soziale Gerechtigkeit hervorbringt oder sich nicht moralisch „tip top“ verhält, ist das für sie keine Demokratie mehr. Mit „Demokratie“ meinen sie nicht „ein Wahlsystem, bei dem das Volk entscheidet, wer die Regierung bildet“, sondern „ein System, in dem kein Missbrauch oder Fehler möglich ist und das uns alle zu guten Menschen macht.“

Demokratie ist in der Realität jedoch tatsächlich so schmutzig, ungerecht, korrumpierbar und anfällig für alle möglichen menschlichen Schwächen, wie die vielen Demokratiekritiker der letzten 200 Jahre immer behauptet haben. Und das passt zu uns wie die Faust aufs Auge, denn auch das Volk, aus dem die Demokratie hervorgeht, ist schmutzig, ungerecht, korrumpierbar und anfällig für alle möglichen menschlichen Schwächen.

Die derzeitige Lahmarschigkeit in der Politik ist der Lahmarschigkeit des Volkes geschuldet, dass Verantwortung liebend gern auf andere abschiebt, aber danach umso lauter motzt. Damit muss bzw. kann ich als Wähler allerdings gut leben, genauso wie ich damit lebe, dass ich selber nicht perfekt bin. Ohne die Demokratie würde die AfD nicht im Bundestag sitzen und rumpöbeln. Denn das geile an der Meinungsfreiheit ist ja, das jeder, der keinen Plan hat, irgendwelche Scheißhausparolen plärren, Behauptungen aus der Luft greifen und DANN auch noch meckern und von (Meinungs-)Diktatur schwafeln darf, wenn man ihn nicht ernst nimmt …

Oder wie es in der Sitcom „Becker“ mal so schön hieß:

„Der Preis für die Demokratie ist die Tatsache, dass Vollidioten wählen, alles sagen und sich hemmungslos fortpflanzen dürfen.“

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