Vermeintliche „Gefährder“ – der deutsche Rechtsstaat versagt auf ganzer Linie

Sieben Jahre Haft in Marokko dank des hessischen Landeskriminalamtes – der Leidensweg des Deutsch-Marokkaners Mohamed Hajib scheint einem Horrorszenario entsprungen und ist dennoch so geschehen! Welche Rolle spielte eben jenes Landeskriminalamt tatsächlich?! Anscheinend meinte man in Mohamed einen Gefährder zu erkennen und gab Marokko den entscheidenden BKA Tipp – was folgte war eben nicht nur die Reise von Mohamed nach Marokko (die er eigentlich gar nicht wollte) sondern auch die Folter vor Ort die letztlich zu einem unfreiwilligen „Geständnis“ und damit zur Haft führte. Dabei war Mohamed nur Mitglied der muslimischen Organisation »Tablighi Jamaat« (»Gemeinschaft der Verkündung«).

https://www.jungewelt.de/artikel/319882.als-gef%C3%A4hrder-gebrandmarkt.html

Für wen spielen eigentlich deutsche Sicherheitskräfte denn noch den Handlanger? Es ist schon makaber genug das gegen diesen Vorgang erst geklagt werden muss um berechtigte Entschädigungen geltend machen zu können. Bereits 2011 waren parlamentarische Anfragen an die Bundesregierung durch die Fraktionen der Linken und der Grünen gerichtet worden die zu den Umständen der Verhaftung Aufschluss geben konnten. Nur ist eben von Seiten der Bundesregierung nichts passiert, dabei ist diese doch sonst so bemüht Menschen aus ihrer Not zu helfen…

Aber anscheinend hatte Mohamed nicht den entscheidenden Vorteil wie zum Beispiel ein deutsch-türkischer Journalist der sich der Unterstützung der Bundesregierung gewiss sein kann…

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