Video von „Die Anstalt“: Die „Export-Wippe“ – die Problematik des Welthandels

Die Anstaltsprotagonisten veranschaulichen die Problematik des Welthandels auf einer Kinderwippe.

So wird es keine Gerechtigkeitswende geben: Martin Schulz und seine SPD halten die deutschen Exportüberschüsse tatsächlich immer noch für ein Zeichen des Erfolges, auch wenn große Teile unseres Kontinents ins Elend rutschen, vom Rest der Welt nicht zu sprechen. Aber wo die einen exportieren, müssen andere importieren. Ohne eine Steigerung der Kaufkraft, die zu einer erhöhten Nachfrage führt, gibt es auch keine zusätzlichen Investitionen, um die erhöhte Nachfrage zu befriedigen. Um die Bilanzüberschüsse wirksam umzukehren müssten also endlich umverteilt werden, d.h. Steuern für Reiche erhöht oder die Schuldenbremse ignoriert werden – beides aber will die große Koalition erklärtermaßen nicht. Zudem zeigt der Merkel-Chor mit seinen monotonen Erfolgsmeldungen nur, dass „unser Land“ für sie offenbar allein aus Unternehmen besteht und nicht aus vielen Millionen ArbeitnehmerInnen, die diese Export-Erfolge mit Niedriglöhnen, kaputt gesparten Kommunen und Burn-out bezahlen. Mit anderen Worten: Das bornierte „Argument“ gegen eine europäische Vergemeinschaftung der Wirtschaft – dann würde die „fleißigen Deutschen“ für den vermeintlich faulen Rest zahlen müssen – verwandelt sich bei genauerer Betrachtung in ein Argument dafür. Denn wenn die deutsche Exportwirtschaft endlich auch mal wirtschaftlich handeln würde, um anderen eine Möglichkeit auf Teilhabe zu geben, etwa in Griechenland oder Portugal, dann wäre das gut und nicht schlecht, gerade auch für uns hier. Die Anstalt hat das gestern Abend nochmal sehr schön erklärt – hoffen wir, dass im Willy-Brandt-Haus irgendjemand zugeschaut hat. 

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