Vitali Klitschko und das Goldene Buch der Stadt Osnabrück

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In Osnabrück gab es in den letzten Tagen reichlich Gesprächsstoff – die Osnabrücker CDU wollte unbedingt Herrn Klitschko zu den am 26. März geplanten „Friedensgesprächen“ einladen und gleichfalls die Eintragung ins Goldene Buch der Stadt Osnabrück erreichen. Dagegen gab es durchaus reichlichen Widerstand:

Klitschko aber ist nicht unumstritten. Die Hans-Calmeyer-Initiative (HCI) und eine Reihe von Kritikern aus dem linken Spektrum sehen das Renommee der Friedensgespräche durch ihn beschädigt. Mit seiner Haltung auf dem Maidan habe er faschistische Kräfte salonfähig gemacht, argumentieren sie. Gemeint sind die Anhänger der judenfeindlichen Swoboda-Partei.

http://www.noz.de/lokales/osnabrueck/artikel/546826/putin-versteher-gegen-klitschko-und-kalte-krieger#gallery&0&0&546826

Der geplante Besuch sorgt in Osnabrück aber für Streitigkeiten: Klitschko soll sich ins Goldene Buch der Stadt eintragen, so wünscht es sich die Stadt. Doch genau das will die  SPD verhindern. Denn ihrer Meinung nach hat Klitschko mit der rechtsextremen Swoboda-Partei gemeinsame Sache gemacht. Auch von den Grünen kommt Kritik an der Zusammenarbeit.

Wer mit Faschisten zusammenarbeite, habe im Goldenen Buch nichts verloren, so SPD-Fraktionschef Fran Henning. Die Mitglieder der Swoboda-Partei sollen immer wieder mit antisemitischen und faschistischen Parolen aufgefallen sein. Daher seien eine Einladung ins Rathaus und der Eintrag ins Goldene Buch der Stadt völlig unpassend, so schreibt es die SPD in einem offenen Brief an Osnabrücks Oberbürgermeister Wolfgang Griesert (CDU).

http://www.nwzonline.de/osnabrueck/streit-um-bevorstehenden-besuch-von-vitali-klitschko-verdient-vitali-klitschko-osnabruecker-ehre_a_24,0,1689013725.html

„Wir haben nichts gegen einen Dialog mit ihm, aber wir wollen keine einseitige Ehrung einer Kriegspartei“, sagt SPD-Ratsmitglied Jens Martin. Klitschko komme nicht als Privatmann in die Friedensstadt, sondern als „medialer Vertreter einer handelnden Kriegspartei“. Der Eintrag ins Goldene Buch könne als Parteinahme Osnabrücks im derzeitigen Ukraine-Konflikt verstanden werden.

http://www.taz.de/!155376/

Soll doch die CDU ihn mit ihrer Konrad Adenauer Stiftung ehren – was sie ja ohnehin tut, aber was bitte zeichnet einen Vitali Klitschko als annehmbaren Gesprächspartner dieser „Friedensgespräche“ aus?! Wen vertritt er überhaupt? Welchen Beitrag soll er denn bei diesen Gesprächen leisten? Er ist doch „nur“ Bürgermeister der Stadt Kiew und die bereits erwähnten Kontakte und Bündnisse mit dem rechten Sektor in der Ukraine werfen ohnehin kein gutes BILD auf ihn – wenn die CDU ihn nun „hoffähig“ darstellen will dann sei ihnen gesagt das er sich das selbst verbaut hat – da helfen auch solche Veranstaltungen nicht und sei es gar selbst der Wunsch der Kanzlerin gewesen, die ohnehin in ihrer Verbindung zu der rechtmäßig verurteilten kriminellen Julija Timoschenko mehr an ihrem Umfeld arbeiten sollte um überhaupt noch ein Fünktchen Glaubwürdigkeit zu erhalten!

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