Wahlen in der Türkei

Medien berichten von Wahlmanipulation

AKP-Anhänger feiern in Ankara den Wahlsieg                                                                                                                                                                         Foto: ADEM ALTAN/AFP/Getty Images

Istanbul. Unmittelbar nach Schließung der Wahllokale am Sonntag haben türkische regierungskritische Medien über Manipulationen berichtet. So schrieb die Tageszeitung „Cumhuriyet“, dass der AKP-Bürgermeister der Stadt Göynücek, Kemal Sahin, seinen Wahlzettel Stunden vor Eröffnung der Wahllokale abgegeben habe. Dies habe Sahin auf Facebook öffentlich gemacht.

Die kurdische Nachrichtenagentur Firat berichtete, dass ihre Journalisten in der mehrheitlich kurdischen Provinz Adiyaman Wähler dabei beobachtet hätten, wie diese von AKP-Anhängern für ihre Stimme Geld bekommen hätten.

Die „Today’s Zaman“ berichtete, dass in einigen Wahlkreisen – darunter auch Istanbul – Autos ohne Nummernschild vor den Wahllokalen gestanden hätten. Das Blatt zitierte den Generalsekretär der Oppositionspartei CHP, Gürsel Tekin, mit den Worten: „Es ist sicher, dass ein Auto ohne ein Nummernschild kein gutes Omen ist.“

http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/europa/europastaaten/783613_Medien-berichten-von-Wahlmanipulation.html

 

War es Wahlmanipulation, oder ist die Türkei wirklich nur auf Nummer sicher gegangen, wie die Zeitung Der Freitag es schreibt?

Auf Nummer sicher

Türkei Es hat sich für die AKP gelohnt, innerhalb eines halben Jahres zweimal wählen zu lassen, um sich wieder die ganze Macht zu verschaffen. An Wahlhelfern fehlte es nicht

Man sorgt für Chaos und Bürgerkrieg, um sich als Ordnungsmacht in Stellung zu bringen. In etwa die Hälfte der Wähler hat am 1. November 2015 Tayyip Erdoğan geglaubt (oder glauben wollen), dass bei ihm politische Macht und politische Verantwortung wenn nicht völlig identisch, so doch nahe beieinander liegen. Man kann die Zeit nach dem Votum vom 7. Juni, als der AKP mit 40,9 Prozent der Stimmen die absolute Mehrheit der Mandate abhanden kam, in Tagen messen.

Man kann ebenso auf andere Maßeinheiten zurückgreifen und die Toten zählen, die es in diesen 146 Tagen gab – die toten kurdischen Zivilisten, kurdischen Kämpfer, türkischen Soldaten, die mehr als 102 Opfer des Bombenanschlags auf eine Kundgebung der Demokratischen Partei der Völker (HDP) in Ankara am 10. Oktober. Man kann die Übergriffe auf Wahlmeetings und Büros eben dieser Partei anführen, um die erneuten Verluste an demokratischer Kultur zu ermessen. Es ließe sich die Spaltung des Landes anführen, die nach dem 1. November noch ausgeprägter scheint, als sie es vor und nach dem 7. Juni war.

https://www.freitag.de/autoren/lutz-herden/auf-nummer-sicher

Ich denke mal es war eventuell eine Mischung aus beiden. Gerechtigkeit und Demokratie gibt es in der Türkei schon eine Weile nicht mehr, dafür hat Tayyip Erdoğan gesorgt, ebenso müsste man dort kritische Medien schon beinahe auf die Artenschutzliste setzen, denn es ist eine sehr bedrohte und vom Aussterben bedrohte Spezies. Leider wird der Antidemokratie Kurs weitergehen auch mit Billigung der EU und natürlich vor allem der USA. Für die einen, EU, wird das land wegen der Flüchtlinge gebraucht, und für die anderen als Sprungbrett in den Nahen Osten. Und die Stimmen FÜR Tayyip Erdoğan’s AKP kamen vielfach uach hier aus Deutschland, denn grade hier sitzen viele Rechtslastige und Ultranationale Türken. Leider wird immer wieder vor diesen Leuten gekuscht, jüngstes Beispiel, der Drogeriemarkt dm, der für die Kurden eine Spendensammlung initiert hatte, von jungen Ultranationalen Deutschtürken bedroht wurde und diese dann schleißlich zurückzog.

http://www.focus.de/finanzen/news/drogerie-soll-pkk-unterstuetzen-nationalistische-deutsch-tuerken-rufen-zu-dm-boykott-auf_id_5007433.html

http://www.focus.de/finanzen/news/wirtschaftsticker/unternehmen-nach-drohungen-sagt-dm-spendenaktion-fuer-kurdische-gemeinschaft-ab_id_5010776.html

 

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