Wer hätte das gedacht: Joachim Gauck regt Wiedergutmachung für Kriegsverbrechen in Griechenland an

„Wir sind ja nicht nur die, die wir heute sind, sondern auch die Nachfahren derer, die im Zweiten Weltkrieg eine Spur der Verwüstung in Europa gelegt haben – unter anderem in Griechenland, worüber wir beschämend lange wenig wussten“, sagte Gauck. „Es ist richtig, wenn ein geschichtsbewusstes Land wie unseres auslotet, welche Möglichkeiten von Wiedergutmachung es geben könnte.“

Als Bundespräsident vertrete er zwar keine andere Rechtsauffassung als die Bundesregierung, die Reparationszahlungen ablehnt. Dennoch verfolge er mit Interesse „die Diskussion über unterschiedliche Vorschläge, dem Bedürfnis vieler Griechen nach einer Art Wiedergutmachung gerecht zu werden.

http://www.sueddeutsche.de/politik/bundespraesident-im-sz-interview-gauck-regt-wiedergutmachung-fuer-kriegsverbrechen-in-griechenland-an-1.2461218

Die Überschrift selbst kling ja vielversprechend – alleine mir fehlt der Glaube an eine vernünftige Lösung – auch wenn Herr Gauck meint Deutschland wäre eine geschichtsbewusste Nation muss er sich dennoch der Wahrheit stellen. Dazu gehört auch dass die Haltung diverser Bundesregierungen alles andere als eine solche Haltung darstellt. Und das kann er auch als Bundespräsident nun wirklich nicht für sich in Anspruch nehmen – seine eigene Geschichte zu DDR Zeiten vermag er ja auch nicht zurechtzurücken!

Den Griechen wäre es sicher zu wünschen das sich hier etwas grundlegend ändert – und das nicht nur für die Griechen, es gibt da weitaus mehr Dinge die endlich aufgearbeitet werden sollten…

0 Gedanken zu „Wer hätte das gedacht: Joachim Gauck regt Wiedergutmachung für Kriegsverbrechen in Griechenland an

  • thecharlie
    4. Mai 2015 um 15:33
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    Na Hoppla, hat der Gauckler etwa keine Lust auf eine zweite Amtszeit?

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