"Why We Fight" – Amerikas Kriege

Why We Fight ist ein mehrfach ausgezeichneter Dokumentarfilm von Eugene Jarecki aus dem Jahre 2005.

Der Titel des Films wurde gewählt in Anlehnung an die mehrteilige propagandistische Wochenschauserie „Why We Fight“ des Pentagon aus dem Jahr 1942.

Jareckis Film behandelt vor allem den so genannten militärisch-industriellen-kongressionell­en Komplex der USA, der nach Darstellung des Films einen massiven Einfluss auf die Innen- und Außenpolitik des Landes ausübt. Der Film kam dort am 17. Januar 2005 in die Kinos, genau 44 Jahre nach der Abschiedsrede des abtretenden Präsidenten, Dwight D. Eisenhower, im Jahr 1961. Der ehemalige 5-Sterne-General Eisenhower hatte in dieser Rede davon gesprochen, dass ein „militärisch-industrieller Komplex“ im Land entstanden sei, vor dessen wachsendem Einfluss er die Nation eindringlich warnte. Im Film wird dargestellt, dass das heutige außenpolitische Handeln der USA, insbesondere in Bezug auf Militäreinsätze und Kriege, tatsächlich maßgeblich von diesem „Komplex“ beeinflusst werde.

Jarecki arbeitet mit den Mitteln der investigativen Reportage und liefert eine Darstellung der aktuellen Verhältnisse, ergänzt durch die Darstellung der historischen Zusammenhänge und der gesellschaftlich-menschlichen Facetten des Themas. Zu Wort kommen unter anderem die Politiker Wiliam Kristol und Richard Pearl, der CBS-Journalist Dan Rather sowie der ehemalige CIA-Mitarbeiter Politologe Chalmer Johnson.

Die Zusammenarbeit zwischen Armee, Industrie und Politik treibt immer neue Blüten: So wurde der Krieg im Irak nicht mehr allein von einer Berufsarmee geführt. Zahlreiche Privatfirmen waren beteiligt und ganze Bereiche der klassischen militärischen Tätigkeiten ausgelagert. Dabei ist ein undurchsichtiges Netz von Sicherheitsdiensten, Söldnern und Spezialeinheiten entstanden, deren Aktivitäten nur schwer zu kontrollieren sind und die bisweilen bewusst eingesetzt werden um an der Grenze zur Legalität zu operieren. Der Staat hat sein Gewaltmonopol aufgegeben, der Krieg ist zum Geschäft geworden.

Auszeichnungen:
– 2005 gewann Eugene Jarecki den Grand Jury Prize beim Sundance Film Festival.
– 2005 gewannen Eugene Jarecki und Susannah Shipman den Seeds of War beim Full Frame Documentary Film Festival.
– 2006: Adolf-Grimme-Preis

Quellen:
Wikipedia
http://de.wikipedia.org

Telepolis
http://www.heise.de

 

Jarecki meinte auf die Frage, weshalb er den Film gemacht habe:

„Die Amerikaner [von heute] haben ein diffuses Bauchgefühl, dass irgendetwas faul ist, aber niemand scheint fähig zu sein, die Zusammenhänge zu erkennen… Ich habe diesen Film gemacht, weil wir das brauchen, was Eisenhower aufmerksame und informierte Bürger nannte, um Wandel zu erzwingen, um die Fähigkeit der Öffentlichkeit zur Kontrolle der Mächtigen zu stärken.“

 

https://youtu.be/EMOMTWp5y7s

Quelle: https://youtu.be

Der Film wurde im Jahr 2005 gedreht. 10 Jahre alt, aber leider immer noch brandaktuell.

Einst im Namen Gottes, heute im Namen von Demokratie und Freiheit, aber letzten Endes geht es immer nur um das Geld. Die vorgespielten Hüter der Zivilisation drücken dem Planeten in Wahrheit nur ihren blutigen Stempel auf.

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