Wie die PKV gegen Bürgerversicherung mit fragwürdigen Angaben Front machen

Passend zu unseren Beiträgen:  http://humanistenteam.info/meinungsmache-um-die-buergerversicherung-paritaetische-finanzierung-der-beitraege-zur-krankenversicherung/

http://humanistenteam.info/grippeschutz-in-der-zweiklassenmedizin/

reagiert jetzt endlich auch mal das öffentlich rechtliche mit dieser Recherche, die so manchen doch erstaunen dürfte:  https://www.rbb-online.de/kontraste/archiv/kontraste-vom-18-01-2018/wie-private-versicherer-gegen-die-buergerversicherung-front-machen.html

U.a. kommt dort ein Arzt zu Wort der in einer Werbung für Privatversicherung agiert und für den Erhalt der zwei Klassen Medizin wirbt. Was er aber verschweigt ist das er 80000 Euro im Jahr von den gesetzlichen Krankenkassen bekommt und das nur weil er auf einer Insel eine Praxis hat und selber kaum Privatpatienten hat.

Siehe auch dazu: http://faktenfinder.tagesschau.de/inland/pkv-kampagne-101.html

Deutschland braucht die Bürgerversicherung, nicht nur im Gesundheitswesen sondern auch bei der Renten und Arbeitslosenversicherung. Es ist natürlich klar das die Privilegierten jetzt protestieren, aber die protestieren ja immer wenn sie ihre Privilegien in Gefahr sehen. Der deutsche Staat könnte mit einer Versicherung für alle viel Geld sparen, und wer unbedingt eine Chefarztbehandlung braucht kann sich ja immer noch zusätzlich versichern.

Außerdem, wenn ein Arbeitnehmer 15 Prozent seines Arbeitseinkommen von 3000 Euro in die gesetzliche Krankenkassen einzahlen muss, warum ist das einer Person mit einem Einkommen von 30000 Euro nicht zuzumuten? Man hat sich offenbar so sehr an die ständischen, also vordemokratischen Zustände in unserem Sozialsystem gewöhnt, dass vielen dieser Unsinn, diese Ungleichheit vor dem Gesetz, gar nicht mehr auffällt!

Außerdem würde die Ungleichbehandlung von Beiträgen bei der PKV wegfallen, dass z.B.  jemand der in  Teilzeit geht oder Rente keinen niedrigeren Beitragssatz in Anspruch nehmen kann (nur wenn er dafür auf Leistungen verzichtet),  sondern weiterhin jenen den er als Vollbeschäftigter zu bezahlen hatte weiter bezahlen muss.

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